Auf der sechsspurigen Karl-Marx-Allee mit zehn Meter breiten Bürgersteigen ließ die SED zu DDR-Zeiten Soldaten und Panzer aufmarschieren. Das konnte Stunden dauern. Im "neuen" Osten ticken die Uhren anders: Gewöhnliche Spaziergänger müssen fast rennen, wenn sie die andere Straßenseite noch bei "Grün" erreichen wollen. Eine Ausstellung im Cafe Sybille holt mit Briefen, Zeugnissen und Fotos die DDR-Zeit bis zur Wende zurück. Eis wird an der Karl-Marx-Allee in allen Geschmacksrichtungen nicht etwa in Kugeln, sondern mit dem Spachtel in den Becher gefüllt. Die damaligen DDR-Parteifunktionäre liebten Friedrichshain wegen seiner Citynähe. Heute ist der Kietz durch sein ausgeprägtes Nachtleben und Musikclubs bei Studenten begehrt und auf dem Weg, ein Hotspot für Music Labels zu werden. Angenehmer Abschluss eines Stadtgangs durch Friedrichshain - "Black Russian" oder "Erdbeerkuss" zur happy hour in einer Cocktailbar.