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Es sind wohl nur noch die Straßennamen, die an Zucht und Ordnung der Generäle aus dem 19. Jahrhundert erinnern: Yorkstraße, Gneisenaustraße oder der Blücherplatz. Heute steht Kreuzberg für kulturelle Vielfalt, Offenheit und vielleicht eine Spur Anarchie. Zuckersüßes türkisches Blätterteiggebäck mit gehackten Pistazien glänzt verlockend hinter Schaufensterglas. Für den Hunger zwischendurch gibt es Döner und Kebab an jeder Ecke. Ein türkischer Gebrauchtmöbelhändler verkauft deutsche Eichenschränke. Ein Afrikaner betreibt eine Boutique. In anderen Teilen Kreuzbergs haben es sich Yuppies, Künstler oder Studenten in Häusern aus der Gründerzeit gemütlich gemacht. Gern besucht sind auch die gutsortierten Buchhandlungen, Szenelokale mit roten Plüschsesseln oder die amerikanische Kaffeebude im Brooklyn-Stil. |
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